Das Quartier Südliche Altstadt (QSA) endet nicht mit den Grenzen des ehemaligen Güterbahnhofs. Schon im integrierten Handlungskonzept für die Altstadt aus dem Jahr 2011 wurden die Flächen als über den Güterbahnhof hinausgehender Quartiersbereich abgegrenzt und als der Stadtraum mit den größten strukturellen Defiziten, aber auch gleichzeitig den größten Potentialflächen innerhalb der Altstadt eingestuft. Seither fehlte es dem QSA jahrelang an einer konkreten Entwicklungsperspektive die nun insbesondere mit der geplanten Bebauung des Güterbahnhof-Geländes vorliegt.

Im Ergebnis haben sich zwischenzeitlich die städtebaulichen Defizite in diesem Teil der Altstadt weiter verstärkt. Diese reichen von baulichen Missständen, über Leerstände, Funktionsverluste bis hin zu verkehrlichen Defiziten. Um diesen Missständen zu begegnen, sollen die städtebaulichen Maßnahmen zur Quartiersentwicklung über die Flächen des ehemaligen Güterbahnhofs hinausgehen und –wirken. Der städtebauliche Impuls, der von der Entwicklung dieser Fläche ausgeht, soll in den gesamten Quartiersbereich ausstrahlen und diesen im Sinne einer ganzheitlichen Quartiersentwicklung insgesamt aufwerten.

Hierfür wird ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) für den gesamten Quartiersbereich aufgestellt. In diesem werden die städtebaulichen Missstände detailliert ermittelt und bewertet, Maßnahmen zur Behebung der Missstände definiert sowie eine Strategie zur Umsetzung der Maßnahmen entwickelt. Der integrierte Ansatz soll sicherstellen, dass alle betroffenen Belange im Planungsprozess gemeinsam betrachtet werden, um alle Aspekte sowie mögliche Wechselwirkungen zwischen diesen innerhalb der Quartiersentwicklung zu berücksichtigen.

Das ISEK liegt mittlerweile im Entwurf vor und soll nun auf Basis einer Bürger*innenbeteiligung und einer politischen Erörterung weiterentwickelt werden. Der Entwurf des ISEK soll auf Basis der Ergebnisse der Bürger*innenbeteiligung und der politischen Erörterung weiterentwickelt werden. Das überarbeitete ISEK soll dann dem Rat der Stadt Lippstadt im September 2021 zur abschließenden Beschlussfassung vorgelegt werden.

Dokumente hierzu:
INTEGRIERTES STÄDTEBAULICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT – QUARTIER SÜDLICHE ALTSTADT
Stand: 05.05.2021

Hinweis: Vergrößerter Kartenausschnitt beim überfahren mit der Maus

Plan - städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) für den gesamten Quartiersbereich

Plan - städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) für den gesamten Quartiersbereich

Maßnahmenkonzept ISEK QSA, © Studio Schultz Granberg

Legende zur Grafik
HANDLUNGSFELD A
Neue Entwicklungsimpulse im Quartier initiieren
A1
Innovativer und nachhaltiger Stadthausneubau
A2
Neubau Mitarbeiter- und Besucherparkhaus am Stadthaus
A3
Markenbildung und Öffentlichkeitsarbeit QSA*
A4
Bodenaufbereitung ehemalige Güterbahnhofsfläche*
A5
Bau eines Gebäudes für einen Lebensmittelmarkt und ergänzende Mischnutzung
A6
Bau eines Parkhauses für das Dreifaltigkeitshospital und das angrenzende Quartier

HANDLUNGSFELD B
Quartiersbestand stärken und aufwerten
B1
Ergänzender Stadtbaustein und Werkstattverfahren
B2
Hof- und Fassadenprogramm QSA
B3
Bau der Jakob-Koenen-Straße als Altstadtentlastungsstraße
B4
Umgestaltung der Bahnhofstraße zur Wohnstraße
B5
Umgestaltung der Hospitalstraße zur Wohnstraße
B6
Neues Wohnen Hospitalstraße
B7
Neuordnung des Bereiches Bahnhofstraße Süd
B8
Umbau zu einem Museumsdepot
B9
Aktivierungs- und Umnutzungsprogramm für Leerstände*
B10
Aktivierung untergenutzer und brachliegender Flächen

HANDLUNGSFELD C
Klimaneutrale Mobilität fördern
C1
Bau eines zukunftsweisenden Mobilitätshub
C2
Verbesserung der Radinfrastruktur im QSA*
C3
Verlegung und Umgestaltung von Bushaltestellen
C4
Neubau eines Busbahnhofes und Bau eines Park & Ride Parkhauses am Bahnhof
C5
Bau einer Fahrradabstellanlage südlich der Bahn
C6
Zukunftsstudie: Überwindung der Bahnbarrieren im QSA*
C7
Nachrichtlich: Herstellung der Südertorunterführung (bereits umgesetzt)

HANDLUNGSFELD D
Grün- und Freiräume aufwerten, entwickeln und vernetzen
D1
Herstellung eines multifunktionalen Quartiersplatzes
D2
Grüne Trittsteine als Anbindung an die Lange Straße
D3
Renaturierung des Gewässers „Südliche Umflut“
D4
Bau des „Stadthausboulevard“
D5
Aufwertung der Aufenthaltsflächen und Zugänglichkeit des Gewässers „Südliche Umflut“
D6
Ökologische Umgestaltung des Südertorpark West und Erweiterung des Schulhofes des Realschulzentrums
D7
Integriertes Regenwassermanagement*
D8
Nachrichtlich: Herstellung des Südertorparkes Ost (bereits umgesetzt)
*ohne zeichnerische Darstellung